Das Ziel der Projektgruppe war es, einen Datenservice für Multimedia-Endgeräte via Bluetoothverbindung anzubieten. Folgende Möglichkeiten der Implementierung waren denkbar:
Zur Realisierung eines Prototypen für den Bluetooth-Datenservice war zunächst ein FPGA-Entwicklungsboard vorgesehen, welches den Anschluß verschiedener Peripheriegeräte über diverse Schnittstellen erlaubte, so auch ein handelsübliches Bluetoothdongle via USB. Dabei ergaben sich folgende Probleme:
Aufgrund der verbleibenden Zeit für das Projekt wurde das Ziel, Audio- oder Videodaten zu übertragen, revidiert und stattdessen ein Bluetooththermometer realisiert. Hierzu wurde ein Temperatursensor über die I2C-Schnittstelle an das Developer Bord angeschlossen. über eine serielle Verbindung, die mittels des RFCOMM-Protokolls auf der Bluetooth-Verbindung emuliert wird, wird die aktuelle Temperatur an ein Laptop mit einem USB-Bluetoothdongle übertragen. Darüberhinaus stellt ein Webserver auf dem Laptop diese über eine WLAN-Verbindung im Internet zum Abruf bereit.

Im Folgenden wird davon ausgegangen, dass man sich schon mit der Entwicklungsumgebung, die mit dem Developer Board geliefert wird, vertraut gemacht hat und Programme kompilieren und auf das Board übertragen kann. Dies ist alles sehr gut auf der Axis Developer Seite in den HowTos beschrieben.
Es sind 3 Schritte nötig, um das Board entsprechend den Anforderungen des Projektes zu konfigurieren:Dazu kopiert man bti2c.c und das angepasste Makefile in den Ordner der Entwicklungsumgebung ~/axis/devboard_bt/apps/bluetooth/experimental. Wenn alles richtig eingestellt ist (für das Board kompilieren, wie im HowTo beschrieben!) genügt das Kommando make bti2c.
Nun das Programm bti2c per FTP in den Ordner /mnt/flash übertragen, genauso wie auch im HowTo beschrieben. Mit cd /mnt/flash und ./bti2c kann man testen, ob das Programm läuft.
Standardmäßig wird in /etc/inittab der Bluetoothdaemon btdm gestartet (Auslieferungszustand des Boards). Bei einer eingehenden Bluetooth-Verbindung startet btdm das PPP-Protokoll und einen Modememulator, um als Bluetooth Internet Accesspoint zu arbeiten. Dies wird für das Projekt jedoch nicht benötigt, deshalb muß man stattdessen den einfacheren Daemon bti starten. Dazu sollte natürlich noch das bti2c-Programm automatisch gestartet werden. Die Datei /etc/inittab wird also durch eine modifizierte Version ersetzt.